Es
handelt sich um eine Verkleinerungsform von Fahne, die in der rheinischen
Mundart ungewöhnlich ist. Sie passt eher in den alemannischen Sprach-
gebrauch. Das lässt darauf schließen , dass das Fähndelschwenken nicht nur ein
Brauchtum des Rheinlandes ist, sondern auch in anderen Gebieten ausgeübt wird.
Künste“ von Zeller aus dem Jahre 1725 entnehmen. Dort heisst es:
„Fahnenschwingen ist ein Execitium, auf welchem vor diesem, sonderlich bey
Aufzuegen und Paradiren, grossen Solemnitaeten und Sarmunetzeln sehr viel
gehalten worden, wiewohl es nach der Zeit dermaßen ins Abnehmen geraten, dass
es heutigen Tages fast nicht, als in einigen Bürger Aufzuegen geübt wird.“Der Kirchdauner Junggesellenverein sowie fast alle Junggesellenvereine am Rhein, im Westerwald, im Siebengebirge, in der Eifel und im Vorgebirge, haben dieses mittelalterliche Brauchtum aus dem Mittelalter in die heutige Zeit hinüber gerettet. Heute wird die Kunst des Fahnenschwenkens nicht mehr in Städten, sondern nur noch in Dörfern und Vororten von Städten gepflegt.